Nachdem ich gestern den Tourstart in Hamburg miterlebt habe, möchte ich an dieser Stelle einen ersten, noch unvollständigen, Bericht abgeben. Die Setlist und weitere Details liefere ich nach, sobald es mir möglich ist.Ken Hensley in Hamburg, Downtown Bluesclub, am 26.02.2010Nach dem schwungvollen Auftritt des Hamburger Blues-Duos
Fritz „Fietn“ Wulf & Claus „Dixi“ Diercks gab es zunächst durch den Veranstalter eine sehr positive Ankündigung
zur Person Ken Hensley. Lobende Erwähnung fanden in dieser Ansage auch die zuletzt
in Hamburg vom Uriah Heep Fanclub Stay on Top organisierten Veranstaltungen(
Salisbury 2001 und
20 Jahre Stay On Top 2004 mit
Ken Hensley, John Lawton, Paul Newton, Keith Baker und weiteren großen Musikern).
Ken Hensley erzählte zunächst, dass er sich mehr als Songwriter wie als Sänger/Musiker versteht. Heute Abend, so kündigte er an, würde nicht der Musikstil im Vordergrund stehen, sondern die
Texte. Das ist es, wozu er sich in besonderem Maße berufen fühlt und worauf es ihm beim gegenwärtigen Projekt ankommt. Deshalb wurden diese Songs nur mit der Gitarre von ihm begleitet.
Ken erzählte zu jedem Song eine kleine Geschichte, was interessante Begebenheiten zu deren Entstehung ans Licht brachte. Er brachte Humor, aber auch nachdenklich stimmende Aspekte in seine Ansagen hinein. Auch auf spontane Publikumsfragen ging er gerne ein.
Die Songs waren eine Mischung aus früheren Solostücken, Versionen von bekannten Uriah Heep Songs incl.
I Won’t Change (Five Miles Sessions) und einige ganz neue Stücke. Er sagte selbst zu Beginn, es würde heute musikalisch ungewöhnlich ruhig werden. So war es dann auch.
Für die
Insider war es hochinteressant, die Songs auf diese Weise mit den langen Erklärungen zu hören. Das allgemeine Publikum aber und
„nur“-Uriah Heep-Freunde ließen sich im Laufe des Abends deutlich anmerken, dass es ihnen nicht rockig genug sei. Einige verließen vorzeitig die Veranstaltung.
Erst gegen Ende gab es mit Unterstützung der jungen Hamburger Rockband
Maks & The Minors (
http://de.wikipedia.org/wiki/Maks_and_The_Minors) einen etwas schwungvolleren Part, der mit
The Last Dance und einem
neuen Song begann (Titel folgt später) aber
mit Lady In Black und
Free me (Zugabe) schon wieder endete. Diese junge Band spielte sehr sicher und geradezu meisterhaft. Die haben ein tolles Potenzial…
Während des ganzen Abends war
Ken’s Promotion-Team aktiv und verkaufte Texthefte zur Veranstaltung für einen guten Zweck (seine Projekte in Spanien). Am Ende gab es dann noch eine Autogramm- und Fragestunde für alle am Promotionstand.
Ich habe Ken Hensley selten so locker und bei guter Stimmung erlebt. Insgesamt war es eine gelungene Präsentation mit guter Musik, aber es fehlte ein wenig die Abwechslung. So war es nicht für alle Interessengruppen gleichermaßen geeignet.
LG
Uriah