Rena hat absolut Recht... Ich möchte ebenfalls dieses Thema hier im Forum nicht neu beleben

. Aber es passt zu den Tracks von "Celebration" und ich muss zu Renas Kommentar
anmerken, dass einige der alten bekannten Titel auch Co-Kompositionen gewesen sind. Also unter Mitwirkung von Box oder Byron entstanden sind; so z. B. July Morning oder The Magicians Birthday. Ebenso gibt es Klassiker wie Bird Of Prey oder Circus, die zu meinen absoluten Lieblingssongs von Heep gehören und nicht von Hensley stammen. Oder eben auch Free n' Easy (Box / Lawton); auch ein Klassestück.
Unterm Strich bleibt aber festzuhalten und muss daher auch respektiert werden, dass eben die erfolgreichen Singles (Lady In Black, Look At Yourself, Easy Livin', The Wizard, Free Me) neben vielen weiteren Songs halt von Ken Hensley stammen. Sein Verdienst am Erfolg von Uriah Heep ist daher natürlich nicht von der Hand zu weisen.
Aber es geht nun mal um die Band insgesamt und daher ein letzter Hinweis dazu:
Ich bleibe dabei, dass eben eine Vielzahl sehr guter Heep-Songs auch von den anderen Mitgliedern geschrieben wurden. Nur der kommerzielle Erfolg, den hat damals Mr. Hensley erreicht. Aber nicht allein. Seine Kompositionen wären nicht so schön, dynamisch, spannend und "heep - typisch" umgesetzt worden, wäre die Band nicht gewesen. Wer Hensleys Solo-Alben kennt, weiß was ich meine.
Auf den Punkt gebracht:
Heep hätte ohne Hensley nicht den großen kommerziellen Erfolg gehabt und Hensley ohne Uriah Heep keine wirklich gute Musik.
Beweis: Sehr viele gute aktuelle "Box / Lanzon - Kompositionen". Jedoch damit ein Charterfolg heutzutage zu erzielen, kann man wohl vergessen. Vielleicht hätte das Anfang der 70er noch geklappt (Wake the Sleeper haut ja ganz schön in die Bresche von Sweet Freedom und Co.). Aber die Zeit hat die Band leider überholt. Sie werden nie wieder so erfolgreich sein wie früher. Es gibt nur noch die alten Fans... Dies hat Rena bereits richtig festgestellt. Die glorreichen Zeiten scheinen vorbei...
Und so komme ich auf diesem Umweg argumentativ wieder zur Trackliste des neuen Albums. Die beiden neuen Songs sind absolute Sahne. "Corridors Of Madness" weitaus mehr noch

. Hat hier Hensley heimlich mitgewirkt

, oder haben Mick und Phil mit viel Fingerspitzengefühl mit diesem Song den Nagel, ääh, den "Heepsound" voll auf den Kopf getroffen

. Auch die Neuaufnahmen klingen größtenteils ebenfalls toll.
Den Stellenwert der Band im heutigen Zustand hätte es sicherlich erhöht (und auch gut getan !), wenn neben ein paar Klassikern wie July Morning, Sunrise, Stealin' oder The Wizard (die natürlich Pflicht sind !), mehr ausgewählte Songs dem geneigtem Heep - Interessenten präsentiert worden wären. Also lieber "Circus" statt "Free Me" (war früher schon unpassend und zu schlagerhaft...). Oder eben mehr neu geschriebene Songs (am besten gleich ein neues Album).
Aber ansonsten: Gelungen...
Selbst "Free Me" gewinnt durch die dominierende Hammondorgel im Hintergrund, die im Original so gut wie fehlt. Die Band setzt konsequent (wie auf WTS) wieder auf Gitarre, Hammond und Schlagzeug.
Begeistert bin ich von Lady In Black

, da hatte ich die allergrößten Zweifel. An diesem Song kann man sich eigentlich nicht vergreifen, ohne was falsch zumachen. Denn dieser ist so derart einfach gestrickt, dass es schon wieder eine Kunst ist, ihn so umzusetzen, dass er eben nicht schlechter als das Original klingt. Der Song lebt im Original von der Anschlagtechnik der Akustikgitarre und der Rhythmussektion (Bass und Schlagzeug).
Das haben Heep 2009, finde ich, spitze hingekriegt
Hensley hin oder her...